Wer kennt das nicht?
Kaum stand früher eine Zugfahrt oder ein Flug an, wurde schnell noch die lokale Trafik aufgesucht um sich mit Skatemags einzudecken. Diese Zeiten sind definitiv vorbei. Heutzutage muss man froh sein, im Local Skateshop  etwas brauchbares zu finden.
Umso schöner natürlich, dass wir an dieser Stelle ein neues Zine präsentieren können.
Für das Zine verantwortlich ist Mario und dazu passend hat er auch ein paar Fragen von uns gestellt bekommen.
Viel Spass beim Lesen.

Dere Aux, wir 2 kennen uns jetzt schon ein paar Jährchen, aber vielleicht kannst du dich kurz für die Allgemeinheit vorstellen?

Ja – stimmt, dürften schon so an die 10 Jahre sein. Den meisten bin ich wohl eher unter dem eingangs erwähnten Namen „Aux“ geläufig, aber Mario geht natürlich auch.
30, aus Natternbach, Skateboarder und Fotograf.


Früher warst du ja begeisterter Blogger (www.pbcitycrew.blogspot.co.at) und hast ständig wilde Geschichten raus geballert, nun kommt dein erstes Heftl’ komplett ohne Text aus, warum eigentlich?

War schon ein ziemlicher Spaß damals! Wir waren zu der Zeit so viel unterwegs, Contest hier, Tour da, jedes Wochenende mit dem VW-Bus irgendwo hin..du warst ja selbst des Öfteren dabei. Da gab‘s immer irgendwelche guten Geschichten, die es Wert waren, festgehalten zu werden. Zumindest damals – Jetzt würd ich´s vielleicht nicht mehr in dem Ausmaß machen…Privatsphäre und so!
Auf einen Text im Zine hab ich bewusst verzichtet, erstens Aufgrund der Ästhetik und zweitens, weil ich denke, dass die Fotos keine großartige Beschreibung brauchen bzw. für sich selbst stehen!


Alleine schon aufgrund der Tatsache, dass du immer, also wirklich immer mit mindestens einem Fotoapparat bewaffnet bist, könntest du wahrsch. ohne Probleme noch zig weitere Zine’s füllen. Nach welchen Kriterien hast du selektiert, sprich was kam rein und was nicht?

Klar war von Anfang an, dass ausschließlich Analoge Schwarz-Weiß-Fotos rein kommen, was die Selektion aber nicht wirklich einfacher gemacht hat, da es seit Jahren mein Hauptmedium ist.
Das war´s aber dann auch schon mit meiner Planung, der Rest entstand dann eher aus dem Flow heraus, gemixt mit allem was mich so auf Trab hält – Skateboarden, Freundschaft, Rock`n`Roll, Reisen…
Natürlich hab ich alles zig Mal über den Haufen geworfen und von vorne begonnen, aber irgendwann kapituliert.


Kann man somit sagen, du bist auf den Geschmack gekommen und es werden noch weitere Zine’s folgen oder lässt du’s dir offen?

Da kommt sicher noch was. Wann – Keine Ahnung, da mach ich mir keinen Stress.
Viel spannender als jetzt gleich noch was Eigenes zu machen, finde ich momentan ein Kooperations-Zine-Projekt mit ein paar guten Freunden.
Der Plan dazu ist aber erst letztes Wochenende, zur fortgeschrittenen Stunde, entstanden…somit auch alles andere als konkret haha! Analog wird’s bleiben, soviel ist mal klar!


Ok, das Ganze hört sich ja mehr als vielversprechend an! Zum Heftl’ haben wir glaube ich genug geschrieben, noch kurz zu den “Skate Medien” von heute. Wo holst du dir deine Dosis Skate-Content ab bzw. hast du Empfehlungen für uns wenns um Fotografie, Videos oder schlicht Skatemags geht?

Instagram hab ich nicht und FB überfordert mich teilweise, mit der Flut an Content. Print wäre mir am liebsten, stirbt aber zusehends aus. Ich hab noch eine riesige Sammlung an alten Mags wie z.B. Kingpin, Boardstein, Monster, Avenue, Last Try usw. zuhause.
Wann immer ich die Möglichkeit habe, an europäische Mags und Zines zu kommen, freu ich mich.
Als Inspirationsquelle für Fotografie an sich, gibt’s zu viel um alles aufzuzählen, aber das Buch „Magnum – Contact sheets“ wär hier eine meiner ersten Empfehlungen.
PAPER IN A WORLD OF DATA.
Bei Videos ist es mir auch bei weitem lieber ich bekomm was ernsthaftes aus Europa zu sehen, als irgendwelche überproduzierten Extremsport-Werbevideos aus Übersee.


Ja das stimmt, die Zeiten haben sich geändert und alles erfolgt in gefühlter Lichtgeschwindigkeit. Wir bei Nostalgia machen ja den ganzen Social Media-Wahnsinn mit, wobei von Überblick auch nicht wirklich die Rede sein kann…haha.
Jetzt hast du auf jeden Fall noch die Möglichkeit, in aller Ruhe zu überlegen, wen du grüßen/danken möchtest und du darfst uns natürlich noch mit einer Lebensweisheit bereichern. Cheers und Danke für’s Interview.

Solche Projekte wie Nostalgia braucht’s bei uns, DIY und ehrlich von Grund auf – BIG UP an dich Michi und alle anderen die noch involviert sind!
Ein großes Dankeschön geht auf alle Fälle mal an Fabs und Daniel, die mir bei der Umsetzung des Zines  behilflich waren und an die Babsi, für alle die Inspiration und die ehrliche Kritik.
Nicht zu vergessen natürlich an die ganzen Crews, mit denen ich so gern meine Tage (und Nächte) verbringe wie PBC, Trash Dump, Concrete Barmy Army und meine OÖ-Wien Connection.

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Cheers

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